Hinten: LH-Stv. Hermann Schützenhöfer, Obmann Gerald Schöpfer, Josef Zotter, Hubert Neuper, Christoph Scharl/Hans-Jürgen Weitschacher/Erich Gosch (Feldkirchner Passionsspiele). Vorne: Ulrike Zotter, Maryla Hermann, LH a.D. Josef Krainer, Gertrud Zwicker, Dorli Jauferr
© Foto: Scheriau

Josef Krainer-Heimatpreise 2014

Wolfram BERGER (Schauspiel)
FELDKIRCHNER PASSIONSSPIELE (Kultur)
Mag. Maryla HERMANN (Sozialaktivitäten)
Hubert NEUPER (Sport)
Josef und Ulrike ZOTTER (Wirtschaft)
Gertrud ZWICKER (Sozialaktivitäten)

Ansprache des Obmannes
Präsident Univ.-Prof. DDr. Gerald Schöpfer
(2. Dez. 2014)

Presse-Reaktionen

Josef Krainer-Heimatpreise 2014

Wolfram BERGER
Schauspiel – ihn zeichnet vor allem eines aus: Vielseitigkeit

Schon ein kurzer Blick auf den Lebenslauf des im Jahr 1945 in Graz geborenen Schauspielers Wolfram Berger zeigt – den Wahlschweizer mit steirischen Wurzeln zeichnet vor allem eines aus: Vielseitigkeit. Der Schauspieler, Sänger, Kabarettist, Entertainer, Wortjoungleur, Regisseur und Produzent wurde für sein facettenreiches künstlerisches Schaffen bereits vielfach ausgezeichnet. 1997 erhielt er den „Salzburger Stier“, 2001 ehrte ihn der ORF als „Schauspieler des Jahres im Hörspiel“, 2004 bekam er den „Nestroy Preis“ und im Jahre 2011 wurde ihm schließlich das „Große Ehrenzeichen des Landes Steiermark“verliehen.
Mit dem Josef Krainer-Heimatpreis sollen nicht nur Bergers bisherige Leistungen gewürdigt werden, vielmehr soll die Auszeichnung dem Ausnahmekünstler auch Ansporn zu weiteren authentisch-glänzenden Höhenflügen sein.

FELDKIRCHNER PASSIONSSPIELE
Kultur – Laienschauspiel auf Topniveau

Das traditionelle Feldkirchner Passionsspiel wurde im Jahr 1973 auf Initiative des Pfarrers Monsignore Josef Gschanes gegründet und stellt seit 1980 im Dreijahresrhythmus das Leben, Leiden und Sterben Jesus Christi szenisch dar. Seit der Gründung wohnten bereits 30.000 Besucherinnen und Besucher aus dem In- und Ausland den Passionsspielen bei. Im Mittelpunkt steht dabei die Verbindung zwischen dem Bibelwort der vier Evangelisten mit der kritischen Auseinandersetzung mit zeitgenössischen Themen. Die Feldkirchner Passionsspiele wurden bereits im Jahr 2000 von Waltraud Klasnic mit der Humanitas-Medaille ausgezeichnet.
Der Josef Krainer-Heimatpreis erkennt das unermüdliche Engagement einer beeindruckenden Riege an Freiwilligen an, die diese jahrzehntelange Tradition immer wieder auf’s Neue hochleben lassen.

Mag. Maryla HERMANN
Sozialaktivitäten – Wenn jemand hilft, dann sie

Die gebürtige Polin ist seit 1981 österreichische Staatsbürgerin. Seit nunmehr 32 Jahren ist Mag. Hermann im Ausbildungszentrum des Landes Steiermark als Sporttherapeutin tätig. Ebenso lange dauert Hermanns ehrenamtliches Engagement für sozial benachteiligte und . behinderte Kinder und Jugendliche, vorwiegend aus ost- und südosteuropäischen Ländern an. Seit 1989 organisiert und leitet die polnische Steirerin die „Internationale Integrationswoche“, die es auch anlässlich des heurigen 25-jährigen Jubiläums wieder 350 Teilnehmerinnen und Teilnehmern unterschiedlicher sozialer Herkunft ermöglichte, eine unbeschwerte Woche voller sportlicher und spielerischer Aktivitäten in der Steiermark zu verbringen. Für ihre Verdienste verlieh das Land Steiermark Hermann im Jahr 2010 das Goldene Ehrenzeichen, 2012 wurde sie bei den Woman Awards (Kategorie: „Wir engagieren uns sozial!“) österreichweit mit dem dritten Platz ausgezeichnet.
Mit der Verleihung des Josef Krainer-Preises wird  Mag. Maryla Hermanns jahrzehntelanges soziales Engagement und ihr immenser persönlicher Einsatz gewürdigt.

Hubert NEUPER
Sport – das Schifliegen am Kulm trägt (s)einen Namen

Hubert Neuper, einer der erfolgreichsten österreichischen Skisportler, prägt der Wintersport bereits von klein auf. Im Alter von 16 Jahren wurde Neuper im Jahre 1976 Mitglied der Österreichischen Skisprung-Nationalmannschaft. Bereits drei Jahre später gewann Neuper den allerersten Skisprung-Gesamtweltcup der Geschichte, sprang bei den Olympischen Spielen 1980 zu Olympia-Silber sowie 1982 in Oslo zu Weltmeisterschafts-Silber und konnte zudem zweimal in Folge die Vierschanzentournee für sich entscheiden. Heute betreibt der gebürtige Bad Ausseer eine Skischule, einen Skiverleih und die Aprés Ski Bar „Spring In“ in Bad Mitterndorf. Seit über 20 Jahren organisiert Neuper überdies das Skifliegen am Kulm – einen internationalen Höhepunkt der Skiflug-Weltcupsaison - und veranstaltete in den vergangenen Jahren zahlreiche erfolgreiche und innovative Sportevents. Im Jahre 1996 wurde Hubert Neuper das Silberne Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich verliehen.
Der Josef Krainer-Heimatpreis würdigt Neupers Lebenswerk und zeichnet ihn für seine zahlreichen Verdienste rund um den steirischen Sport aus.

Josef und Ulrike ZOTTER
Wirtschaft – nicht nur Schokolade, sondern eine komplette Marke

Nachdem Josef und Ulrike Zotter bereits im Jahr 1990 mit der der Kreation ungewöhnlicher Schokoladevariationen begannen und durch die Herstellung ihrer handgeschöpften, kunstvoll verpackten Schokolade schon früh regionalen Ruhm erwarben, eröffnete das Ehepaar 1999 am elterlichen Hof die Zotter Schokoladenmanufaktur. Nach Fairtrade-Richtlinien und unter ausschließlicher Verwendung biologischer Zutaten produziert das Familienunternehmen jährlich rund 800 Tonnen Schokolade. Zotter engagiert sich zudem für Entwicklungshilfeprojekte und lebt damit „nachhaltiges Wirtschaften“ tatsächlich. Verliehene Preise wie zB der Trigos-Preis für soziale Verantwortung des Landes Steiermark, dem Publikumspreis der Austrian Leading Companies oder der Kennedy-Award für die „Most Creative Chocolate Company“ sprechen für die Innovationskraft des steirischen Vorzeigeunternehmens.
Sich einbringen, verändern, Leben und Arbeit neu denken – dies leben Josef und Ulrike ZOTTER mit ihren Ideen und Überzeugungen in beeindruckender Weise vor und tun das auch weiterhin. In Würdigung dessen wird ihnen der Josef Krainer-Heimatpreis verliehen.

Gertrud ZWICKER
Sozialaktivitäten – (Volks-)Kultur und soziales Ehrenamt in Personalunion

Die Musikpädagogin und Chorleiterin war von 1975 bis 2004 an der Pädagogischen Akademie der Diözese Graz-Seckau tätig und hatte über viele Jahre einen Lehrauftrag für Kinder- und Jugendchor bzw. Kinder- und Jugendstimmbildung an der Universität für Musik und darstellende Kunst Graz. Ihre künstlerischen Aktivitäten gehen jedoch weit über das schulische und akademische Engagement hinaus: Als Gründerin des Jugendchors Rein gewann sie mit diesem zahlreiche Chorwettbewerbe und rief außerdem die steirischen Jugendsing- und Musizierwochen in Admont ins Leben. Im Jahr 2004 erhielt Zwicker die Viktor Zack-Medaille sowie das Goldene Verdienstzeichen des Landes Steiermark. Ehrenamtlich unterstützt Zwicker mit viel Energie und großem Einsatz das Kriseninterventionsteam der Landeswarnzentrale Steiermark und leitet seit Jahresbeginn das Team der „Gesundheits- & Sozialen Dienste“ des Roten Kreuzes Gratkorn.
Als aufrichtiges Zeichen der Würdigung ihrer vielfältigen und ehrenamtlichen Tätigkeiten wird Zwicker der Josef Krainer-Heimatpreis verliehen.