Vorne v.l.: Gerti Pall, Dipl.-Ing. Dr. Claudia Pfeiler, Mag. Dr. Cathrine Konopatsch, Mag. Franz Peter Cibulka, Mag. Dr. Petra Luschnig, Mag. Dr. Eva Sturm, Univ.-Prof. Dipl.-Ing. Dr. Hans Sünkel;
Hintere Reihe: Dr. Josef Krainer, Dipl.-Ing. Dr. Daniel Kiener, Otto David, Mag. Dr. Peter Vollmaier, Priv.-Doz. Mag. Dr. Christian Neuhuber, LH-Stv. Hermann Schützenhöfer, Univ.-Prof. Mag. Dr. Alfred Gutschelhofer, LR a.D. oUniv.-Prof. DDr. Gerald Schöpfer

Foto: Fischer

Josef Krainer-Preise 2010

Josef Krainer-Förderungspreis

Dipl.-Ing. Dr. Daniel KIENER
Mag. Dr. Cathrine KONOPATSCH
Mag. Dr. Petra LUSCHNIG und Mag. Dr. Eva STURM
Dipl.-Ing. Dr. Claudia PFEILER
Mag. Dr. Peter VOLLMAIER

Josef Krainer-Würdigungspreis

Priv.-Doz. Mag. Dr. Christian NEUHUBER

Großer Josef Krainer-Preis

Professor Mag. Franz Peter CIBULKA
Rektor Univ.-Prof. Mag. Dr. Alfred GUTSCHELHOFER und Rektor Univ.-Prof. Dipl.-Ing. Dr. Hans SÜNKEL
Kammerschauspielerin Gerti PALL und Kammerschauspieler Otto DAVID

 

Ansprache des Obmannes
LR a.D. oUniv.-Prof. DDr. Gerald Schöpfer
(19. März 2010)

Presse-Reaktionen

Josef Krainer – Preise 2010

In einem Festakt überreichten am Freitag Abend Erster Landeshauptmannstellvertreter Hermann Schützenhöfer und Univ.-Prof. DDr. Gerald Schöpfer die Josef Krainer Preise 2010.

Josef Krainer-Förderungspreis

Dipl.-Ing. Dr. Daniel KIENER: Der in Gmunden 1977 geborene Werkstoffwissenschafter verfasste seine Dissertation aus experimenteller Mikromechanik unter dem Titel “Size effects in single crystal plasticity of copper under uniaxial loading“. Er prüfte mechanische Werkstoff-Eigenschaften im Mikrometer-Bereich. Seine Forschungsergebnisse bilden die Basis zur Entwicklung neuer Bauelemente, unter anderem für Computerchips, Airbag Sensoren, Ballonkatheder (Stents) in der Gefäßchirurgie.

Mag. Dr. Cathrine KONOPATSCH: Die Dissertation der in Leoben geborenen Juristin - „Recht und Praxis des österreichischen Kartellrechtsvollzugs“ – gilt als kritische Analyse der nationalen und europäischen Wettbewerbsdogmatik und –politik. Sie zeigte Mängel im geltenden Kartellrecht auf, unter anderem bei Geldbußen, Sanktionen, „Kronzeugenregelung“.

Mag. Dr. Petra LUSCHNIG und Mag. Dr. Eva STURM: Die beiden aus Graz stammenden Preisträgerinnen arbeiten am Institut für Institut für Experimentelle und Klinische Pharmakologie der Meduni Graz. Deren Erkenntnisse dürften die Asthma-Therapie erweitern, die bisher vorwiegend symptomatisch bestimmt war. Luschnig untersuchte Entzündungsstoffe, die allergische Erkrankungen auslösen könnten. Dr. Sturm erforschte das verstärkte Auftreten bestimmter weißer Blutkörperchen in der Lunge.

Dipl.-Ing. Dr. Claudia PFEILER: Die gebürtige Leobnerin ist am Institut für Thermoprozesstechnik der Montanuniversität Leoben tätig. Ihre Arbeit handelt schwerpunktmäßig vom bestmöglichen Betrieb einer Stranggussanlage sowie metallurgischen Prozessen bei hoher Produktionsqualität und niedrigen Schadstoffwerten.

Mag. Dr. Peter VOLLMAIER: Hauptaufgabe des Brucker Zivilrechtlers ist das Verjährungsrecht. Derzeit arbeitet er an einer Großkommentierung der Verjährungsregelung des Allgemeinen Bürgerlichen Gesetzbuches (ABGB). 

Josef Krainer-Würdigungspreis

Priv.-Doz. Mag. Dr. Christian NEUHUBER: Der 1970 in Gmunden geborene Philologe und Kunsthistoriker verfasste eine Habilitationsschrift über „Lenz – Bilder. Bildlichkeit in Büchners Erzählung und ihre Rezeption in der bildenden Kunst“. Seit 2002 lehrt und forscht er an der Grazer Karl Franzens-Universität. Derzeit liegt NEUHUBERS Forschungsinteresse im Bereich der Dialektkunst. Auf Basis weiterer editionsphilologischer Arbeiten soll eine Ästhetik der Mundartkultur im bairisch-österreichischen Raum vor 1800 erarbeitet werden. 

Großer Josef Krainer-Preis

Professor Mag. Franz Peter CIBULKA: Er wurde 1946 in Fohnsdorf geboren und absolvierte an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Graz das Studium im Hauptfach Klarinette mit Auszeichnung, zudem die Studiengänge Komposition und Orchesterleitung. Cibulka war mehr als 20 Jahre erster Klarinettist des Grazer Symphonischen Orchesters. Sein Werk umfasst mehr als 300 Kompositionen in unterschiedlichster Besetzung und Stilistik. Als Komponist, Dirigent, Interpret und Referent erhielt Cibulka Einladungen nach Australien, Amerika, Taiwan, Brasilien, Russland und viele europäische Staaten. Cilbulkas Musikwerk wurde bereits mehrfach national und international ausgezeichnet: 1979 Bronze-Medaille im Concours de Composition Paris, 1980 Musikpreis der Stadt Graz, 1983 Kompositionspreis des steirischen herbstes, 1998 Großes Ehrenzeichen des Landes Steiermark.

Rektor Univ.-Prof. Mag. Dr. Alfred GUTSCHELHOFER und Rektor Univ.-Prof. Dipl.-Ing. Dr. Hans SÜNKEL:
Die Rektoren der Karl Franzens-Universität (KFU) und der Technischen Universität Graz(TU) erhalten den Großen Josef Krainer-Preis für die Verdienste um das vor fünf Jahren ins Leben gerufene Projekt NAWI-Graz, die „Zwillingsuniversität Naturwissenschaften“, die sogar im deutschen Sprachraum ein Unikum darstellt. Beide Universitäten betreiben 13 gemeinsame Bachelor- und Masterstudien. Weiters besteht eine gemeinsame Doktorats-Schule „Graz Advanced School of Science“. Auch in den Bereichen Budget, Umsetzung neuer Forschungsvorhaben, akademische Berufungen führte NAWI Graz zur Bündelung bestehender Kapazitäten und setzt Impulse für ForscherInnen auf dem Weg an die internationale Spitze. Im Rahmen dieser strategischen Allianz sind die TU Graz sowie die KFU Graz im Bereich naturwissenschaftlicher Forschung und Lehre noch enger zusammengerückt. Damit konnte sowohl die nationale als auch die internationale Wettbewerbsfähigkeit erhöht werden. Die beiden Universitäten haben mit diesem Vorzeigeprojekt einen Meilenstein in ihrer Entwicklung gesetzt und NAWI Graz in ganz Europa sichtbar gemacht. 

Kammerschauspielerin Gerti PALL und Kammerschauspieler Otto DAVID:
Die Grazerin Gerti PALL debütierte am Grazer Schauspielhaus als Lieschen in Der Alpenkönig und der Menschenfeind. Seit dem Jahr 1972 ist sie fixes Ensemblemitglied am Grazer Schauspielhaus. In den letzten Jahren wirkte sie unter anderem in „Der Talisman und Liebesruh, Oedipus, Weihnachtswunderzeit, Radetzkymarsch“ mit. In der laufenden Spielzeit ist PALL als Nini an der Seite von Helmuth Lohner in Die Glut (Regie: Ingo Berk) und in Liliom (Regie: Viktor Bodó)zu sehen.
Der gebürtige Wiener Otto DAVID absolvierte in seiner Heimatstadt das Reinhard Seminar. Nach Engagements am Münchner Residenztheater und in Basel übersiedelte er vor 30 Jahren ans Grazer Schauspielhaus. Er wirkte unter anderem in Der Meineidbauer von Ludwig Anzengruber, den Schwab-Stücken Mesalliance, Pornogeographie und Troiluswahn und Cressidatheater, Tschechows Onkel Wanja, Schnitzlers Der Ruf des Lebens sowie Brechts Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui, mit. Außerdem hatte er Rollen am Theater in der Josefstadt und dem Berliner Renaissancetheater. In der Spielzeit 2009/10 ist Otto David derzeit in den Wiederaufnahmen Baumeister Solness (Regie: Anna Badora)und Radetzkymarsch zu sehen.
Beide Kammerschauspieler erhielten 2002 das Große Ehrenzeichen des Landes Steiermark verliehen.

 

 
   
Quelle: Landespressedienst (19. März 2010)